Amazon und Philips klagen gegen Verkäufer gefälschter Zahnbürstenköpfe

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Amazon hat zusammen mit Philips Klage gegen einen Verkäufer mutmaßlich gefälschter Zahnbürstenköpfe eingereicht. Zugleich zeigt der Internet-Riese in einem neuen Bericht sein Engagement gegen nachgemachte Produkte auf.

Amazon und Philips klagen gemeinsam in Frankfurt
Beim Landgericht Frankfurt am Main haben Amazon und Philips gemeinsam Klage gegen einen Verkäufer mutmaßlich gefälschter Zahnbürstenköpfe eingereicht. Der Beklagte soll gefälschte Philips Sonicare-Zahnbürstenköpfe über den Amazon-Marketplace vertrieben haben, so Amazon in einer Mitteilung Ende April.

Den rechtlichen Schritten waren laut Angaben des Internet-Konzerns Ermittlungen der Amazon Counterfeit Crimes Unit (CCU) vorausgegangen, wobei gemeinsam mit Philips auch mehrere Testkäufe getätigt worden seien. Nachdem sich der Fälschungsverdacht verdichtet habe, habe Amazon das Verkäuferkonto gesperrt und die betreffenden Angebote aus dem Store entfernt. Betroffene seien proaktiv kontaktiert und entschädigt worden, so Amazon.

 „Wenn jemand versucht, Fälschungen in unserem Store zu verkaufen, werden wir ihn finden, stoppen und mit allen verfügbaren rechtlichen Mitteln zur Rechenschaft ziehen“, sagte Kebharu Smith, Leiter der Amazon Counterfeit Crimes Unit. Laut Gerrit Janssen, Commercial Leader bei Philips DACH, habe Philips im vergangenen Jahr mehr als 4.500 gefälschte Angebote in Westeuropa entfernen lassen.

Amazon stellt neuen Report zu Markenschutz und Produktsicherheit vor

Amazon hat im April zudem seinen ersten Trustworthy Shopping Experience Report veröffentlicht, der Markenschutzmaßnahmen des vergangenen Jahres zusammenfasst. Amazon stellt dabei unter anderem vor, wie ein KI-gestütztes Frühwarnsystem einen Angriff auf ein viral gewordenes, neues Markenprodukt antizipiert und entsprechende rechtsverletzenden Angebote gesperrt habe – acht Tage, bevor der Markeninhaber Amazon offiziell über seine Rechte informiert habe. Laut Unternehmensangaben sei die hauseigene Counterfeit Crimes Unit seit ihrer Gründung im Jahr 2020 insgesamt gegen mehr als 32.000 mutmaßliche Akteure mit schlechten Absichten in 14 Ländern durch Klagen und die Einschaltung von Strafverfolgungsbehörden vorgegangen.

Der neue Bericht von Amazon folgt dabei auf die bisherigen Markenreports und erweitere diese um weitere Bereiche, wie Produktsicherheit und Betrugsprävention. Amazon setze dabei auf proaktive Kontrollen, vorausschauende Tools zur Risikoerkennung, Vorgehen gegen Akteure mit schlechten Absichten sowie den Schutz von Verbrauchern und gezielte Kommunikation und Aufklärung.

Eine starke Rolle in Amazons Aktionen spielt dabei auch künstlicher Intelligenz (KI). Zugleich zeigen aktuelle Berichte auf, dass KI ebenso zu einem Boom an Fälschungen führen könnte und ein ideales Werkzeug für Fälscher und Betrüger sein kann.

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