Beamte von Polizei und Zoll erzielten aktuell mehrere bemerkenswerte Schläge gegen den Fälschungshandel. Bei großen Razzien durch LKA-Beamte in Hamburg und Berlin sowie einer Zoll-Beschlagnahmung in NRW wurden tonnenweise Fälschungen beschlagnahmt.

In Hamburg zerschlugen Ermittler des Landeskriminalamts Ende November den Plagiatshandel eines 26-jährigen Verdächtigen, den er online und offline betrieben haben soll. Laut Informationen der Behörden beschlagnahmten die Beamten so große Mengen nachgemachter Markenbekleidung, dass sie zwei LKWs für deren Abtransport benötigten. Zuvor hatten mehrere Hinweise die Ermittler auf die Spur des Verdächtigen gebracht. Er soll die gefälschten Markenartikel einerseits über die Social-Media-Plattform Instagram verkauft haben – aber auch in einem stationären Verkaufsraum im Hamburger Stadtteil Eilbek. Bei zwei zeitgleichen Durchsuchungen von Räumlichkeiten in Hamburg sowie in Kiel konfiszierten die Beamten große Mengen unverpackter Plagiate beliebter Markenkleidung, zudem wurden synthetische Drogen und größere Mengen Bargeld sichergestellt.

In Berlin konfiszierten Ermittler des dortigen Landeskriminalamtes atemberaubende vier Tonnen Fälschungen. Sie hoben Mitte November einen Showroom für nachgemachte Designerhandtaschen aus, den eine 41-jährige Frau in einer Dreizimmerwohnung in einem Plattenbau des Berliner Stadtteils Marzahn betrieben haben soll. An den Wänden der Wohnung fanden die Beamten dicht gedrängt Plagiate von Handtaschen bekannter Luxuswarenhersteller, darunter etwa Chanel, Dior, Hermès und Louis Vuitton. Die Verdächtige soll laut Medienberichten ihre Plagiate via Livestream im Internet vertrieben haben.

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Am Flughafen Düsseldorf beschlagnahmten Zollbeamte zudem Plagiate mit einem Gewicht von mehr als 200 Kilogramm in einer Frachtsendung, wie Ende November bekannt wurde. Die mehr als 400 Fälschungen identifizierten die Ermittler in einer Sendung, die bereits Anfang November aus der Türkei ankam und nach Kamerun gehen sollte. Bei einer Routinekontrolle entdeckten die Beamte in mehreren Packstücken gefälschte Mode und Accessoires, etwa nachgemachte Taschen, Schuhe, Bekleidung und weitere Accessoires namhafter Hersteller. Diese waren von offensichtlich minderer Qualität und verdächtigerweise in loser Schüttung verpackt, so die Behördenangabe.

Quellen: Polizei Hamburg, B.Z., RP Online