Laut einer aktuellen Studie zur Sicherheit in europäischen Unternehmen fürchten zahlreiche Firmen in Deutschland den Verlust ihres geistigen Eigentums. Dennoch unterschätzen viele die Risiken und schulen ihre Mitarbeiter nicht ausreichend.

Das erschreckende Ergebnis der neuen Intel Security Studie zur Netzwerksicherheit europäischer Unternehmen zeigt: Rund 25 % der Unternehmen in Deutschland fürchten sich vor Datenklau und dem Verlust ihres geistigen Eigentums. Dennoch verfolgen nur wenige von ihnen eine konsequente IT-Sicherheitsstrategie – ein großes Risiko bei den zahlreichen in der Studie erfassten Sicherheitsvorfällen.

Problematisch ist vor allem, dass viele deutsche Unternehmen das Risiko falsch einschätzen. “Die Bedrohungslage kommt meist nicht von extern, sondern von intern”, erklärt Tuukka Helander, Senior Sales Systems Engineer bei Intel Security. Wenn Mitarbeiter nicht ausreichend für Sicherheitsrisiken sensibilisiert werden, werden sie schnell ungewollt zur Gefahr für ihr Unternehmen. Durch unbedarften Umgang mit dem Internet können so zum Beispiel Phishing Mails, Schadsoftware oder Social Engineering-Attacken zu einem ernsthaften Problem werden.

Im internationalen Vergleich hinken deutsche Unternehmen allerdings deutlich bei Sicherheitsschulungen hinterher: So bieten nur rund ein Drittel der befragten Firmen Sicherheitstrainings für ihre Mitarbeiter im Vertrieb an; für Mitarbeiter im Empfang und Service, die häufig mit Externen kommunizieren, sind es mit rund 28 % sogar noch weniger. Ein großes Risiko, denkt auch Helander: „Unternehmen dürfen die Bedeutung von Sicherheitstrainings nicht unterschätzen – auch und besonders für nicht-technisches Personal.”

Auffällig ist neben dem Mangel an Sicherheitsschulungen auch, dass deutsche IT-Abteilungen scheinbar häufig die Sicherheitssysteme ihrer Unternehmen überschätzen. Rund 95 % sind der Meinung, dass sie auf Angriffe gut vorbereitet sind – und das, obwohl sie ihre Sicherheitsstrategie im Schnitt nur alle neun Monate prüfen. Helander warnt: „Unsere Studie deutet auf eine große Lücke hin zwischen der rasanten Entwicklung von Netzwerkbedrohungen und deren Einschätzung als Risikofaktor durch IT-Teams.“

Für die aktuelle Sicherheitsstudie ließ Intel Security je 300 Entscheider im IT-Bereich in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragen.

Quelle: ITespresso