Laut einer neuen Studie soll der finanzielle Schaden, den der internationale Handel mit Produkt- und Markenfälschungen anrichtet, bis zum Jahr 2022 auf rund 939 Milliarden Euro jährlich ansteigen. Für 2013 wurde noch von rund 340 Milliarden Euro pro Jahr ausgegangen.

Diese rasante Zunahmen von Piraterie ist eine der Kernaussagen der neuen Studie „The Economic Impacts of Counterfeiting and Piracy“, die im Februar vorgestellt wurde. Werden neben dem internationalen Handel mit Fälschungen noch zusätzlich Faktoren wie Piraterie und Raubkopien im digitalen Bereich oder reine innerstaatliche Produktion und Konsum gefälschter Produkte berücksichtigt, so soll sich der finanzielle Schaden sogar auf 1,8 bis 2,7 Billionen Euro belaufen. Darüber hinaus sollen 2022 bis zu 5,4 Millionen Jobs durch Produktpiraterie verloren gehen, was weiteren finanziellem Schaden in Höhe von ca. 1,4 bis 1,7 Billionen Euro entspricht.

„Diese neue Studie zeigt, wie groß das Ausmaß von Produktpiraterie tatsächlich ist, und dass das Problem weiter wächst“, erklärt Amar Breckenridge, Senior Associate bei Frontier Economics und Mitverantwortlicher der Studie. „Die Ergebnisse zeigen erneut, dass in einer vernetzten Wirtschaft Konsumenten und Regierungen genauso wie seriöse Unternehmen die Leidtragenden des Handels mit Fälschungen sind.“

Die von Frontier Economy erstellte Studie wurde von BASCAP (Business Action to Stop Counterfeiting and Piracy) und INTA (International Trademark Association) in Auftrag gegeben und basiert auf einer 2016 veröffentlichten Analyse von OECD und EUIPO (die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; und das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum).

Quellen: International Chamber of Commerce/BASCAP, Frontier Economics