Neue Anti-Fälschungs-Hologramme sollen künftig mit einem speziellen Laser direkt in das Material hochwertiger Produkte eingearbeitet werden können. Somit wird eine eindeutige Authentifizierung ohne Umweg über beispielsweise Sicherheitsetiketten möglich.

Forscher der Heriot-Watt Universität im schottischen Edinburgh arbeiten derzeit an einem neuartigen Fälschungsschutz, der künftig Produkte – wie etwa elektronische Geräte oder Flugzeugteile – fälschungssicherer machen soll. Dabei verwenden die Forscher einen hochpräzisen UV-Laser, der Impulse im Nanosekundenbereich ausstrahlt und individuelle Hologramme direkt in die Oberfläche von Metallen einarbeiten kann, ohne diese zu beschädigen oder aufzurauen. Damit ist der Anti-Fälschungs-Schutz nicht nur oberflächlich auf das Produkt aufgetragen, sondern direkt in dessen Material eingearbeitet.

Im Gegensatz zu Barcodes oder holographischen Sicherheitsetiketten sollen die neuen Hologramme dadurch deutlich robuster und weniger anfällig für Beschädigungen oder Manipulationen sein. „Die Hologramme sind mit bloßem Auge erkennbar und erscheinen als glatte, glänzende Muster. Sie sind widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse und können mit einem gebündelten Lichtstrahl, beispielsweise von einem günstigen, handelsüblichen Laser-Pointer überprüft werden. Grenzbehörden oder Verbraucher sind also nicht auf kostenintensive Technologien angewiesen, um die Authentizität eines Produkts zu überprüfen“, erklärt Dr. Krystian Wlodarczyk, Forscher an der Heriot-Watt Universität. „Tatsächlich können die Hologramme sogar mit der Taschenlampen-Funktion von Smartphones überprüft werden.“

Bislang kann das Verfahren auf verschiedenen Metallen eingesetzt werden. Die Forscher wollen die Verfügbarkeit der Hologramme jedoch ausweiten und erproben derzeit die Anwendung auf Glas. Auch sollen die Hologramme noch deutlich kleiner werden, um den Einsatz auf Produkten unterschiedlicher Größen zu gewährleisten.

Quelle: Heriot-Watt University