In Italien geht die Spezialpolizeieinheit Guardia di Finanza jetzt mit spektakulären Beschlagnahmungen und einer neuen Kommunikationskampagne entschieden gegen Fälschungen und illegalen Handel vor.

Die italienische Polizeieinheit Guardia di Finanza (GdF) verzeichnet neue Erfolge im Kampf gegen Produktpiraterie und illegalen Handel: Allein vom 17. bis 18. April beschlagnahmte die GdF bei 77 Einzelaktionen in der süditalienischen Region Apulien mehr als 3,4 Millionen Artikel, so lokale Medienberichte. Demnach wurde im Rahmen der Aktion gegen insgesamt 60 Personen Strafanzeige gestellt.

Der Großteil der beschlagnahmten Waren wurde dabei bei nur einer Firma sichergestellt: Offenbar führten die Beamten in Bari eine Razzia bei einem Großhändler durch, der unter anderem Elektrogeräte, Spielzeug und Haushaltsgegenstände verkaufte; hier konfiszierten sie rund drei Millionen Produkte. Medienberichten zufolge sind beschlagnahmten Artikel zum Teil eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit von Verbrauchern.

Auch weiter südlich im Raum Lecce zog die GdF mehr als 300.000 Artikel aus dem Verkehr, so der Bericht. Demnach wurden vor allem Elektronikartikel, Accessoires und Konsumgüter beschlagnahmt. Unter den sichergestellten Produkten waren überwiegend Artikel, die aufgrund von Verstößen gegen das Produktsicherheitsgesetz beschlagnahmt wurden; daneben auch einige Fälschungen.

Zugleich setzt die GdF bei der Bekämpfung von Fälschungen aktuell verstärkt auf Kommunikation und Information rund um Piraterie. Zu diesem Zweck kooperiert die GdF jetzt mit den italienischen Fußballligen Serie A und Serie B sowie dem Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung (MiSE): Die sogenannte Operation Offside 2 soll die Öffentlichkeit für den Schutz von IP-Rechten sensibilisieren.

Unter dem Hashtag #loriginalevince – zu Deutsch etwa „das Original gewinnt“ – wird dabei besonders Augenmerk auf Social-Media-Kanäle gerichtet. Laut GdF erfordern soziale Netzwerke wie etwa Instagram „eine ständige Überwachung zur Verfolgung von Straftaten im Bereich des Handels mit gefälschten Waren.“

Quellen: Il Quotidiano Italiano Bari, LeccePrima, EUIPO