In Österreich sichern Zollfahnder 1,5 Tonnen gefälschte Rollenlager. In China greifen Ermittler gegen Audioplagiate durch. In Deutschland gehen Zollbeamte auf der Sanitärmesse IHS gegen Imitate vor, während sich ein Fälscher-Pärchen vor Gericht verantworten musste.

Tonnenweise gefälschte Rollenlager in Österreich gestoppt
Der österreichische Zoll zog über 100 gefälschte Rollenlager mit einem Gesamtgewicht von 1,5 Tonnen aus dem Verkehr. Ein türkischer Transportlogistiker hatte die Imitate zur Zollanmeldung in Lustenau nahe der Schweizer Grenze gebracht; dort wurden sie von den Beamten sichergestellt. Die Fälschungen waren den Zollfahndern zunächst aufgrund ihrer mangelhafter Verpackung und einer unüblichen Transportroute über die Türkei aufgefallen. Zudem war laut Medienberichten der Warenwert der Plagiate mit ca. 10.000 Euro angegeben – die Originalware kostet in etwa das Fünfzehnfache. Markenschutzexperten des Herstellers SKF unterstützten die österreichischen Behörden dabei, die Produkte als Fälschungen zu identifizieren.

Chinesische Fälscher-Fabrik für Audioequipment aufgeflogen
Bei einer Razzia in der südchinesischen Provinz Guangdong fanden Ermittler hunderte Fälschungen von Audiozubehör. Wie jetzt bekannt wurde, sicherten die chinesischen Behörden bereits im Oktober in einer Fabrik verschiedene Drahtlosmikrofone, Schaltpulte, Audio-Receiver und Verstärker sowie Audioprozessoren. Laut Medienberichten verletzten die Plagiate die Schutzrechte namhafter Hersteller; darunter Shure, Sennheiser, Yamaha und Harman. Die Markeninhaber hätten inzwischen rechtliche Schritte eingeleitet. Lokalen Behörden war die Fabrik offenbar bereits zuvor wegen Fälschungsdelikten bekannt.

Sanitärmesse ISH: Zoll sichert hunderte Fälschungen
Auf der Internationalen Sanitärmesse ISH in Frankfurt am Main beschlagnahmten Zollbeamte insgesamt 761 mutmaßliche Fälschungen und erhoben 49.000 Euro an Sicherheitsleistungen. „Sichergestellt haben wir in erster Linie Fälschungen hochwertiger Armaturen und Pumpen sowie Kataloge. Nur so verhindern wir, dass die Produkte auf der Messe geordert werden“, kommentierte Olaf Scheffler, Sprecher des Hauptzollamts Darmstadt. Die Plagiate stammten zum Großteil aus China, aber etwa auch aus der Türkei. Inzwischen wurden 25 Ermittlungsverfahren gegen mutmaßliche Täter eingeleitet.

Parfümfälscher-Pärchen in Frankfurt verurteilt
Wegen Verstößen gegen das Markengesetz verurteilte jetzt das Amtsgericht Frankfurt am Main einen Kaufmann zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und fünf Monaten. Ebenfalls verurteilt wurde die Verlobte des Angeklagten – wegen Beihilfe muss sie jetzt eine Geldstrafe von 2.250 Euro leisten. Das Paar hatte offenbar versucht, im großen Stil gefälschte Parfüms über Facebook zu verkaufen. Der Schwindel flog aber bereits auf, bevor die Fälschungen an reguläre Kunden gelangen konnten.

Quellen: Kurier, meinbezirk.at; Pro Sound News, Securing Industry; zoll.de; Frankfurter Rundschau