Nach dem Aus der bekannten illegalen Downloadplattform boox.to ist das Piraterie-Problem im E-Book-Markt kaum kleiner geworden, so die Ergebnisse einer aktuelle Studie. Zur gleichen Zeit wird erneut eine Debatte über die Schäden geführt, die den Verlagen durch raubkopierte E-Books entstehen.

Ende 2013 erst wurde die bekannte Downloadplattform boox.to vom Netz genommen. Die Download-Zahlen illegaler E-Books sind allerdings nicht entscheidend zurückgegangen, so die neue Studie Gutenberg 3.5. Die Analyse, die regelmäßig von einem Internet-IP-Dienstleister veröffentlicht wird, sieht die Schließung von boox.to eher als einen Tropfen auf den heißen Stein. Weitere, reichenweitenstarke Angebote blieben bestehen.

International wird von der Studie zudem die bekannte Seite Scribd als Quelle von Raubkopien genannt. Neben vielen legalen Angeboten würden auch illegale Kopien auf der Seite angeboten. In der Vergangenheit hat Scribd jedoch bereits mehrfach große Anstrengungen gegen illegale Titel auf der Seite unternommen. Zudem dürften die illegalen Angebote hier für den deutschsprachigen Markt kaum relevant sein.

Neu entbrannt ist derweil auch die Diskussion über die Auswirkungen der Piraterie auf die Buchverkäufe. Die Meinungen über die entstandenen Schäden durch illegal gedownloadete E-Books gehen weit auseinander: Sieht eine Studie schon den Untergang mehrerer Verlagshäuser deutlich vor sich, will man beim Springer Verlag noch keine negativen Effekte durch illegale Downloads bemerkt haben.

Quellen: Gutenberg 3.5, lesen.net

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