Der Konzern SKF konnte jetzt einen großen Erfolg gegen gefälschte Wälzlager verbuchen: Nach Funden in China, Kenia und Spanien wurden nun auch in Deutschland mehrere Tonnen Fälschungen vom Markt genommen. Ausschlaggebend war dabei der Hinweis eines Kunden.

Auslöser für den Erfolg war der Hinweis eines Anwenders, der sich wegen eines defekten Wälzlagers an SKF gewandt hatte. „Der Kunde war sehr verärgert über den vorzeitigen Ausfall eines Lagers“, erklärt Jens Mehlhorn, Kundenbetreuer bei SKF. „Das ist absolut verständlich, schließlich verursacht ein plötzlicher Ausfall oft hohe Folgekosten!“

Untersuchungen ergaben schließlich, dass es sich bei dem fehlerhaften Produkt um ein Plagiat handelte. Für den Originalhersteller können minderwertige Plagiate so schnell rufschädigend werden. „Welcher Kunde ahnt denn schon, dass seine Probleme gar nicht auf SKF zurückzuführen sind, sondern dass er Opfer eines gefälschten Produkts geworden ist?“, so Mehlhorn.

Die weiteren Ermittlungen im Fall führten die Experten von SKF schließlich zu einem nicht-autorisierten Händler, der dem Unternehmen bis dahin nicht bekannt war. Bei einer anschließenden Razzia entdeckten Polizeibeamte dann rund drei Tonnen gefälschter Wälzlager – der bislang größte Einzelfund in Deutschland, so Nadine Korell, Managerin Brand Protection und Distribution Development bei SKF. Die Plagiate wurden beschlagnahmt.

Um ein Einzelphänomen handelt es sich bei dem jüngsten Vorfall nicht. „Jede Woche erhalten wir mehrere Verdachtsfälle zur Prüfung“, erklärt Korell, „und im Schnitt stellen wir jeden Monat mindestens einen Fälschungsfall fest.“ Als einen möglichen Grund für die vielen Meldungen sieht Korell unter anderem das leichtsinnige Verhalten vieler Kunden, vor allem beim Internetkauf.

Im Kampf gegen Fälschungen setzt SKF auch auf gezielte Kommunikation, z. B. mit einer eigenen SKF-Webseite ‚Schutz vor Fälschungen‘ und einer Broschüre, die vor den Risiken gefälschter Wälzlager warnt und für das Thema sensibilisiert. In Verdachtsfällen können Kunden zudem mit der App ‚SKF Authenticate‘ (erhältlich über Apple AppStore und Google Play) oder per E-Mail die Authentizität ihres Produkts überprüfen lassen.

Quelle: SKF