Weil Fälschungen zu einer ernsten Bedrohung für Verbraucher werden können, startet die UNO jetzt eine Kampagne gegen Produktpiraterie.

Eine neue UNO-Kampagne ruft Verbraucher dazu auf, sich mit den Schattenseiten von Produktfälschungen auseinanderzusetzen. Weltweit soll die vom Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) kürzlich initiierte Kampagne ein Bewusstsein für die Auswirkungen des illegalen Handels mit Fälschungen schaffen: 250 Milliarden US Dollar werden jährlich im hochprofitablen Geschäft mit Produktkopien umgesetzt. Oft fließt das Geld direkt in kriminelle Kanäle und fördert weitere illegale Aktivitäten. Deshalb warnt die UNODC jetzt Verbraucher vor dem Kauf von Piraterie-Produkten.

Laut UNODC ist Piraterie ein hochaktuelles Thema, da nahezu jeder mit den häufig gefährlichen Fälschungen in Berührung kommen kann. Den Wenigsten seien jedoch die Konsequenzen von Plagiaten bekannt, die Verbraucher in Form unterschiedlichster Produkte erreichen: Gefälschte Bremsbeläge, Kindernahrung oder Arzneimittel bergen ernste Risiken für Gesundheit und Sicherheit.

Wie gefährlich diese für den Verbraucher sein können, zeigen Analysen der Inhaltsstoffe, die neben unwirksamen Substanzen auch schädliche Chemikalien enthalten. Die Kampagne beleuchtet außerdem die dunkle Seite der Herstellung, die oft auch vor Ausbeutung der Arbeiter und hohen Gesundheits‑ und Umweltrisiken nicht Halt macht. Laut Yury Fedotov, Geschäftsführender Direktor des UNODC, sind Parallelen mit den kriminellen Praktiken des Drogen- oder Menschenhandels festzustellen, die das Aufklärungsvorhaben der UNO-Kampagne gegen Piraterie bekräftigen.

Quelle: UNODC