Warenlager, Seefracht, Online – Meldungen in aller Kürze

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Bremen: Polizei entdeckt Lagerraum voller Fälschungen // Triest: Container mit Plagiaten im Millionenwert sichergestellt // Vaude warnt vor gefälschten Online‑Shops // Fälscher missbrauchen Marke des Schweizer Militärs

Bremen: Polizei entdeckt Lagerraum voller Fälschungen

Bei einer Verkehrskontrolle in Bremen kamen Polizeibeamte Anfang September einem mutmaßlichen Fälschernetzwerk auf die Spur. Nachdem ein Autofahrer der Verkehrskontrolle auswich und auf das Gelände einer Lagervermietung fuhr, wurde er dort von den Beamten an einer Lagerbox aufgefunden – mit einer gefälschten Gucci‑Handtasche. Bei einer anschließenden Überprüfung des Lagerraums fanden die Einsatzkräfte eine große Menge an Schuhkartons, Bekleidung, Elektronik und Accessoires mit Logos namhafter Marken. Die Polizei beschlagnahmte die mutmaßlichen Plagiate, die vom THW abtransportiert wurden. Der 22‑jährige Fahrer und der 27‑jährige Mieter der Lagerbox müssen sich nun wegen Verstößen gegen das Markengesetz verantworten.

Triest: Container mit Plagiaten im Millionenwert sichergestellt

Im Rahmen einer gezielten Kontrolle haben Beamte der italienischen Guardia di Finanza und der Zollbehörde am Hafen von Triest zwei Container mit gefälschten Hygieneartikeln und Lufterfrischern beschlagnahmt, im geschätzten Wert von über einer Million Euro. Die Plagiate kamen aus Mersin in der Türkei und waren für ein Unternehmen im österreichischen Neudorf bestimmt. Besonders brisant: Während der erste Container Shampoo‑Flaschen ohne Marke enthielt, fanden sich im zweiten über 600.000 nachgeahmte Etiketten einer bekannten Marke, neben rund 147.000 gefälschten Lufterfrischer‑Packungen. Laut Bericht sollten die Etiketten vor dem Verkauf auf die Flaschen geklebt werden, um die Shampoos als gefälschte Markenwaren auf den Markt zu bringen. Die Ermittlungen in die Lieferkette der Fälschungen dauern an. Die Operation basierte auf einer gezielten Risikoanalyse im Hafen von Triest, wo jede Woche mehr als 16.000 Container und Lkw aus Nicht‑EU‑Ländern ankommen.

Vaude warnt vor gefälschten Online‑Shops

Die Outdoor‑Marke Vaude warnt aktuell vor gefälschten Online‑Shops. Im Fokus stehe dabei ein Fakeshop unter www.vaude‑de.com, der das Erscheinungsbild des offiziellen Vaude‑Webshops täuschend echt kopiere. Der gefälschte Shop würde vermeintlich preisgünstige Markenware anbieten und intensiv über Social Media‑Plattformen wie Facebook und Instagram beworben. Laut Vaude seien bereits zahlreiche Verbraucher getäuscht worden. „Markenmissbrauch und Online‑Betrug schaden nicht nur unserer Marke, sondern auch der Glaubwürdigkeit des Onlinehandels generell“, erklärte Manfred Meindl, Vaude Marketingleitung. Der baden‑württembergische Hersteller habe in diesem Jahr bereits rund 700 Fälle von Missbrauch im Web beendet.

Fälscher missbrauchen Markennamen des Schweizer Militärs

In Asien nutzen Fälscher die Marke Swiss Military des Schweizer Militärs für ihre Produkte. Mit der angeblich renommierten Schweizer Markenqualität würden Waren wie Uhren, Trinkflaschen, Schuhe, Taschenlampen und Outdoor‑Ausrüstung international verkauft, über Webshops oder auf Plattformen wie WeChat, ohne dass eine Lizenz oder Genehmigung vorliege, so Medienberichte. Das Eidgenössische Bundesamt für Rüstung armasuisse als Inhaber der Schutzrechte reagiere mit juristischen Schritten wie Abmahnungen und Beschwerden. Zudem habe armasuisse in China und Indien bereits erstinstanzliche Urteile erstritten. Mittlerweile setze das Bundesamt auch auf Markenschutz‑Kommunikation und veröffentlichte beispielsweise Informationen zu Unternehmen aus China, Indien und Südkorea, die gegen Schutzrechte verstoßen hätten. Und eine chinesische Webseite informiere über wichtige Tipps, wie man potenzielle Plagiate erkennen könne.

 

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