Plop statt Palaver

Storytelling, das wirkt – damit geht eine Brauerei aus dem hohen Norden auf Kundenfang. Wir schauen uns genauer an, wie aus einfachen Bildern, Humor und einem markanten Sound ein Markenerlebnis wird.

© Envato Elements/MikeShots
– Unser Senf dazu –
07.10.2025
Plop statt Palaver
Storytelling, das wirkt – damit geht eine Brauerei aus dem hohen Norden auf Kundenfang. Wir schauen uns genauer an, wie aus einfachen Bildern, Humor und einem markanten Sound ein Markenerlebnis wird.

Kein Seemannsgarn, sondern authentisches Storytelling
Schnapp dir doch ein lecker Bierchen und freu dich auf eine gemütliche Geschichte: Sie beginnt mit drei Männern, die am Sandstrand der schönen Ostseeküste entspannt auf einer quietschenden Hollywoodschaukel sitzen. Man hört den Wind in den Dünen pfeifen und die Möwen am Himmel kreischen. Dann bricht einer der Männer das Schweigen und erzählt in sanftem, unaufgeregtem Ton, was ihm gerade so in den Sinn kommt. Die anderen beiden erwidern mit trockenen, lakonischen Antworten. Ein kräftiges und lautes „Plop“ setzt dem Gespräch ein Ende – und gleichzeitig das Produkt markant in Szene.

Die Werbeclips der Brauerei Flensburger aus Schleswig‑Holstein zeigen auf beeindruckend ruhige Weise, wie cleveres und authentisches Storytelling geht.

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Storytelling mit Widerhall
Die drei Protagonisten wirken wie echte Typen von der Küste. Sie reden wenig, schauen viel und verkörpern eine glaubwürdige norddeutsche Bodenständigkeit – kein Hochglanz, sondern echtes Lebensgefühl. Ihre Gespräche in moderatem norddeutschem Dialekt sind von schlichtem Inhalt nach dem Motto: „Lass uns mal wat schnacken“. Perfekte Feierabendstimmung.

Der darauffolgende Flaschenverschluss‑Sound ist mittlerweile ein ikonisches Wiedererkennungsmerkmal in der Werbung der Brauerei. Kleiner Fun Fact: Es wurde sogar professionell vertont und für Fans zum Download zur Verfügung gestellt. Denn das Produktdesign mit der Bügelflasche steht bei Flensburger so sehr im Vordergrund wie bei kaum einem anderen Mitbewerber. Das „Plop“ steht für das Flens. Kein gesprochenes Werbeversprechen – nur ein Geräusch, das Vertrauen und Markenbindung erzeugt. Eine Markenbotschaft, die ins Ohr geht.

Die Clips vermitteln vor allem eins: ein Lebensgefühl der Ruhe und Gelassenheit. Die Besonderheit liegt in der erzählerischen Reduktion, der authentischen Tonalität und dem trockenen, zuweilen subtilen Humor. Gerade deshalb verankert sich die Erzählung so gut im Gedächtnis der Zielgruppe. Flensburger vermittelt also die Idee vom norddeutschen Sein gepaart mit der unverwechselbaren Bügelflasche und macht so den Kern und die Tradition der Marke erfahrbar.

Storytelling mit Konsistenz
Flensburger bleibt seiner Markenstory treu und inszeniert sie crossmedial und medienspezifisch immer wieder anders. Das prägnante „Plop“ ist dabei allgegenwärtig – in Bewegtbild, Anzeige, Audio und nicht zuletzt sogar auf Events in der Region. Das macht die Botschaft unverkennbar und schafft gleichzeitig neue Impulse. So wirkt die Marke vertraut, bleibt jedoch spannend und immer wieder neu erlebbar.

Zum Beispiel auf der Website. Sie zeigt die Hollywoodschaukel am Strand großflächig. Im Vordergrund erhebt sich das Produkt perlend und prickelnd ins Bild. Möwen kreisen umher. Ein Button führt zu einer Gewinnspielaktion, in der das Plop nicht nur im Slogan „plop & grill“ verwendet, sondern auch bildstark visualisiert wird. In den Sozialen Medien ist der Bügelverschluss omnipräsent. Flensburger sagt dazu: „Das Plop ist das neue Klick.“

Storytelling mit Wirkung
Die Küsten‑Clips haben Millionen Klicks auf YouTube. Und laut Angaben der Brauerei denken knapp 50 Prozent aller Deutschen an Flens, wenn sie es irgendwo ploppen hören. Ob das so stimmt, lassen wir mal dahingestellt. Fakt ist jedenfalls, dass das clevere Storytelling Wirkung zeigt, was sich nicht zuletzt in relevanten Auszeichnungen widerspiegelt, wie dem Preis „Top-Marke 2025“ der Lebensmittel Zeitung oder dem Publikumspreis beim Radio Advertising Award.

Wir vergeben auf unserem Blog zwar keine Preise, aber ziehen gerne den Hut vor gut gemachter Markenkommunikation. In diesem Sinne lassen wir es diesmal einfach ploppen.

Quelle: flens.de

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