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Ein Banner zieht Tübingen in seinen Bann

Ein gigantisches Banner am Rathaus, mitten in der Stadt – die Werbung für eine Tübinger Klimaschutzveranstaltung bietet uns eine kommunikative wie organisatorische Herausforderung.

© Karg und Petersen
– Von Alpha bis Oh!Mega –
08. November 2018
Ein Banner zieht Tübingen in seinen Bann
Ein gigantisches Banner am Rathaus, mitten in der Stadt – die Werbung für eine Tübinger Klimaschutzveranstaltung bietet uns eine kommunikative wie organisatorische Herausforderung.

Um besondere Aufmerksamkeit für eine Veranstaltung zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu schaffen, plante die Stadt Tübingen Großes: ein riesiges Banner an der Front des Rathauses.

Die Bild-Idee: Wir verwandeln den Hölderlinturm – ein bekanntes Tübinger Wahrzeichen für intellektuelle und innovative Schaffenskraft – in ein Symbol für nachhaltige Energie. Dazu sollte der Turm grafisch zu einem Leuchtturm regenerativer Energiegewinnung werden – und mit Elementen wie beispielsweise einem Windrad und Solarzellen bestückt werden. Die gesamte Aktion stand dabei unter dem Motto „Wir schaffen das?!“ – angelehnt an den historischen Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Unsere konkrete Aufgabe bestand nun darin, den Hölderlinturm virtuell „umzubauen“, das Banner zu gestalten sowie dessen Montage zu organisieren.

Hierzu nahmen wir im ersten Schritt ein passendes Bild des Hölderlinturms auf, wobei Perspektive und Auflösung entscheidende Parameter waren. Anschließend bauten wir virtuell Windrad, Solarmodule und Wasserrad an.

So kam der Hölderlinturm ans Rathaus

Zum Zeitpunkt der Aktion war das Tübinger Rathaus gerade zur Fassadenrenovierung eingerüstet: Beste Voraussetzungen, um das Banner vor die Rathaus-Fassade zu hängen. Nun, ganz so einfach ging es dann tatsächlich nicht vonstatten, denn eine simple Befestigung des Plakats am Gerüst hätte ein nicht unerhebliches Risiko dargestellt: Bei einem Banner dieser Größe (etwa 7 mal 14 Meter), mit einem entsprechenden Gewicht, das nicht engmaschig und fest genug montiert ist, hätte ein ungünstiger Windstoß bereits ausgereicht, um große Kräfte auf das Banner wirken zu lassen. Dem Schmetterlingseffekt gleich, hätte sich nur eine kleine Ecke losreißen müssen, um eine ganze Kettenreaktion auszulösen, die im schlimmsten Fall das gesamte Gerüst zum Einsturz hätte bringen können.

Unsere Lösung bestand darin, einen zusätzlichen Rahmen anfertigen zu lassen, in den das Banner eingesetzt wurde. Mit rund 100 Kabelbindern wurde das Plakat so straff gespannt, dass das Material auch bei Wind keine Eigendynamik (Aufschaukeln) entwickeln konnte. Und die spannende Montage-Aktion des Banners konnte für ein zusätzliches PR‑Event genutzt werden: Zum Einsatz der Fassadenkletterer, die das Banner am Rathaus enthüllten, wurden Vertreter aus Print und Fernsehen eingeladen, die über die Aktion berichteten. Immer groß im Bild dabei: das Banner und der Veranstaltungshinweis.

Das Banner selbst avancierte in der Folge zu einem echten Hingucker – und zu einem Top‑Stadtgespräch. Auch durch den Event-Effekt der Montage-Aktion wurde eine extrem hohe Aufmerksamkeit für die Veranstaltung zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit erreicht. Zusammengefasst: ein plakativer Erfolg.

 

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