Im Rahmen der internationalen Automobilmesse „Automechanika“ in Frankfurt haben Beamte des Zolls Mitte September zahlreiche Artikel sichergestellt, die unter dem Verdacht der Produktfälschung stehen. Jetzt laufen Ermittlungsverfahren gegen die mutmaßlichen Fälscher.

Bei den Autoteilen, die die Zöllner des Hauptzollamts Darmstadt auf der diesjährigen Automechanika beschlagnahmt haben, handelte es sich hauptsächlich um Kfz-Ersatzteile und -Zubehör, wie etwa Öl- und Luftfilter, Scheinwerfer sowie Felgenabdeckungen. Zudem fanden die Beamten auch gefälschte Werkzeuge an verschiedenen Messeständen, wie etwa Wagenheber, sowie rund 700 Kataloge, die Abbildungen mutmaßlicher Fälschungen enthielten.

Insgesamt wurden rund 150 potenzielle Produktfälschungen von den Zollmitarbeitern sichergestellt. Ihren Ursprung hatten die Plagiate größtenteils in China sowie beispielsweise in Argentinien, Frankreich, Rumänien, Russland, Taiwan, Thailand oder der Türkei.

Erstmals auffällig gewordene Standinhaber mussten sofort 500 Euro Sicherheitsleistung für zu erwartende Strafen und Gerichtskosten bezahlen, Wiederholungstäter mindestens das Dreifache dessen. Insgesamt seien Sicherheitsleistungen in Höhe von über 76.000 Euro eingefordert und 59 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Marken-, Design- und Patentgesetz eingeleitet worden, so Olaf Scheffler, Sprecher des Hauptzollamts Darmstadt.

Unterstützung hatten die rund 30 Beamten des Zollamts Darmstadt sowohl von der Messe Frankfurt als auch von Vertretern der betroffenen Firmen erhalten, die direkt vor Ort die Echtheit potenzieller Produktfälschungen überprüften. Die sichergestellten Waren sollen nach Abschluss der eingeleiteten Verfahren vernichtet werden.

Quelle: Hauptzollamt Darmstadt