In den VAE wurden große Mengen gefälschter Autoteile, in Deutschland und den USA gefälschte Textilien und Accessoires beschlagnahmt. In China muss sich Ehepaar verantworten, das im großen Stil Dessous gefälscht haben soll.

Zehntausende gefälschte Autoteile in den VAE beschlagnahmt
Zollbehörden der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) beschlagnahmten im dritten Quartal 2019 rund 50.000 gefälschte Autoteile bei fünf Razzien. Die Beschlagnahmungen, die sich auf Ersatzteilhändler im Raum Dubai und Sharjah fokussierten, erfolgten mit Unterstützung von Al-Futtaim Toyota, dem Toyota-Vertriebspartner in den VAE. Der Händler engagierte sich nach eigenen Angaben zudem auch bei der Schulung von Behörden. „Wir sind dem Schutz der Verbraucher vor gefährlichen gefälschten Ersatzteilen verpflichtet“, erklärte Saud Abbasi, Managing Director von Al-Futtaim-Toyota. „Wir werden die Beamten weiterhin ausbilden, um in diesem Kampf zu helfen“, so Abbasi weiter. Insgesamt wurden laut Al-Futtaim-Toyota im Jahr 2019 in den VAE bereits nachgemachte Ersatzteile im Wert von über 26 Millionen Dirham (knapp 6,4 Millionen Euro) sichergestellt.

US-Zoll beschlagnahmt gefälschte Taschen im Millionen-Wert
Am Flughafen Washington-Dulles-International beschlagnahmten Beamte der U.S. Customs and Border Protection (CBP) Anfang November eine Luftfrachtsendung mit gefälschten Mode-Accessoires im Wert von über 2 Millionen US‑Dollar (mehr als 1,8 Millionen Euro). Insgesamt wurden rund 4.000 gefälschte Taschen, Geldbörsen und Rücksäcke der Marken Gucci, Louis Vuitton, Chanel, Dior, Prada und Hermes sichergestellt. Die Fälschungen stammten aus China und waren für ein Ziel im Raum New York City bestimmt.

Tausende Fälschungen am Flughafen Düsseldorf abgefangen
Das Hauptzollamt Düsseldorf beschlagnahmte rund 4.000 gefälschte Textilien und Handtaschen in einer Luftfrachtsendung aus der Türkei. Wie jetzt bekannt wurde hatten Zollfahnder die Lieferung, die für die Dominikanische Republik bestimmt war, bereits Mitte Oktober im Frachtzentrum des Düsseldorfer Flughafens gestoppt. Nach Angaben des Zolls sind die Beamten auf die gefälschten Artikel aufmerksam geworden, da sie unsortiert und zum Teil unverpackt sowie von erkennbar minderer Qualität waren.

Chinesisches Ehepaar fälscht massenweise Dessous
Im südostchinesischen Quanzhou verhaftete die chinesische Polizei ein Ehepaar, das im großen Stil Dessous und andere Textilien nachgemacht und im Internet verkauft haben soll. Bei Razzien in Quanzhou und in Wuxi, nahe Shanghai, beschlagnahmten Ermittler mehr als 56.000 gefälschte Dessous, Pyjamas und Leggins der Marke Victoria’s Secret sowie zahlreiche weitere gefälschte Kleidungsstücke anderer Marken. Die Behörden sind durch Hinweise von Kunden auf das vermeintlich seit 2017 aktive kriminelle Duo aufmerksam geworden, dem nun ein Gerichtsverfahren droht.

Quellen: Al-Futtaim Toyota; CBP; Hauptzollamt Düsseldorf; Xinhuanet