Der weltweit größte unabhängige Hersteller von Kältemittelverdichtern geht weiter konsequent gegen Fälschungen vor. Nun soll ein neuer QR-Code Kunden dabei helfen, Original und Nachahmung sicher zu unterscheiden.

Das Traditionsunternehmen Bitzer aus Sindelfingen bei Stuttgart leitet weitere Schritte im Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie ein. Wie das Unternehmen aktuell bekannt gibt, soll ein neuer QR-Code jetzt Kunden dabei helfen, verdächtige Produkte auf Echtheit zu prüfen. Der Code, der mit gängigen Smartphone-Apps eingescannt werden kann, wird seit 1. April auf den Verdichtern des Unternehmens angebracht. Kunden gelangen auf eine Internetseite des Herstellers, wo sie anhand der Seriennummer und der angegebenen Verdichterbezeichnung prüfen können, ob es sich bei ihrem Produkt um ein Original handelt. Dabei sollte die aufgerufene URL immer mit https://www.bitzer.de beginnen.

Für Kunden bietet der neue QR-Code auch einen direkten Mehrwert: Bei der Echtheitsprüfung haben sie direkten Zugriff auf ein Onlineangebot, das unter anderem die Möglichkeit zum Herunterladen des jeweiligen Handbuchs und der Betriebsanleitungen sowie passgenauer Informationen zu Ersatzteilen und Anwendungsempfehlungen bietet. Zudem kann das Datenblatt des gescannten Verdichters auch direkt in der Bitzer-Auswahlsoftware geöffnet werden.

„Wir haben ein umfangreiches Konzept gegen Produktpiraterie entwickelt“, erklärt Rainer Große-Kracht, Chief Technology Officer bei Bitzer. Neben dem Eintragen von Schutzrechten geht es dabei auch um den Schutz der gesamten Produktionskette, von den Zulieferern bis zu den Vertriebspartnern. Und schließlich holen die Kälte- und Klimatechnikspezialisten ihre Kunden durch umfassende Informationen und Serviceangebote mit ins Boot. Denn das Unternehmen hat die Erfahrung gemacht, dass die meisten Käufer zunächst erst gar nicht erkennen, ob sie ein Plagiat erworben haben.

Bereits letztes Jahr hatte Bitzer den Kampf gegen Piraterie intensiviert (wir berichteten), nachdem immer mehr Nachahmungen firmeneigener Produkte gefunden worden waren. Damals hatte Bitzer angekündigt, Kunden fortan gezielt zu informieren und auch verstärkt juristisch gegen illegale Konkurrenten vorzugehen.

Besonders im Fokus der Fälscher stehen laut Aussage des Unternehmens Verdichter, Ersatzteile und Druckbehälter. Die Fälscher richten damit einen hohen wirtschaftlichen Schaden in der Branche an. Zudem können deren illegale Produkte auch eine Gefahr darstellen: Neben mangelnder Qualität sowie verminderter Verlässlichkeit und Lebensdauer drohen sogar gesundheitliche Folgen. So erklärte Bitzer letztes Jahr, dass der Einsatz gefälschten Kältemittels bereits zu Personenschäden mit Todesfolge geführt habe.

Quelle: Bitzer