Irische Ermittler setzen Automotive-Fälschungen fest; die südkoreanische Polizei sichert nachgemachtes Elektronik-Zubehör. In München fangen Zollbeamte hochpreisige Plagiate ab, während chinesische Behörden eine millionenschwere Fälscherbande hochnehmen.

Schlag gegen Automotive-Fälscher in Irland
Bei einer Razzia in der Grafschaft Monaghan im Norden Irlands fanden Beamte der Garda Síochána mutmaßlich gefälschte Autoteile im Wert von etwa einer halben Million Euro. Beschlagnahmt wurden vor allem mutmaßliche Imitate von Ersatzteilen der Marke Toyota; darunter Frontschutzbügel, Rückleuchten, Schmutzfänger und Karosserieteile für Toyota Land Cruiser Jeeps. Die Razzia war Teil einer landesweiten Untersuchung über die Einfuhr und den Verkauf von gefälschten Autoteilen. Aktuell gibt es im Fall noch keine Verhaftungen; die Behörden ermitteln weiter.

Südkoreanische Polizei zieht Elektronik-Fälschungen aus dem Verkehr
Gefälschtes Elektronik-Zubehör im Wert von einer Milliarde Won (umgerechnet ca. 775.000 Euro) sicherte die südkoreanische Polizei in der nahe von Seoul gelegenen Provinz Gyeonggi. Die potenziell gefährlichen Elektroprodukte – unter anderem Ladekabel und Kopfhörer – trugen illegaler Weise die Marke Apple. Gegen die lokalen Händler der Plagiate, die offenbar in China hergestellt wurden, wird aktuell noch ermittelt. Der Markeninhaber soll sich inzwischen für den Einsatz der Behörden erkenntlich gezeigt haben: Laut koreanischen Medienberichten überreichte ein Apple-Vertreter den beteiligten Beamten eine Ehrenplakette zum Dank für die gelungene Aktion.

Münchner Zoll stoppt Plagiate im Wert von halber Million
Produktfälschungen namhafter Modehersteller mit einem Marktwert von über einer halben Million Euro fingen Zollbeamte am Flughafen in München ab. Bei den Nachahmungen handelte es sich nach Angaben des Zolls um Bekleidungsstücke, Handtaschen und weitere Luxus-Accessoires. Entdeckt wurden die Plagiate im Gepäck eines aus China einreisenden Mannes; gegen ihn läuft jetzt ein Verfahren wegen Verstoß gegen das Markengesetz und wegen Steuerhinterziehung.

Millionenschwerer chinesischer Fälscherring zerschlagen
Mit mehreren Razzien gingen chinesische Polizeibehörden gegen einen überregional operierenden Fälscherring vor. Wie lokale Medien jetzt berichteten, soll die Bande im großen Stil Imitate des englischen Elektronikherstellers Dyson produziert haben. Bei Durchsuchungen zweier illegaler Werkstätten sicherten die Ermittler hunderte gefälschte Föhne sowie zahlreiche Einzelteile und Produktionsequipment. Insgesamt 36 Verdächtige wurden demnach verhaftet. Die Fälscher hatten die nachgebauten Föhne offenbar über verschiedene Online-Handelsplattformen zu Discountpreisen von bis zu 50% unter den Marktpreisen der Originale verkauft. So sollen sie einen Profit von umgerechnet ca. 1,3 Millionen Euro (ca. 10 Millionen Yuan) erzielt haben. Aufgeflogen war der Schwindel, als im August Kundenbeschwerden über die minderwertigen Imitate die chinesischen Behörden erreichten.

Quellen: An Garda Síochána; Korea Herald, heise online; Hauptzollamt München; South China Morning Post