In nur einer einzelnen Aktion stellten Maltas Zollbehörden hunderttausende Fälschungen sicher. In insgesamt 36 Containern identifizierten die Behörden gefälschte Produkte unterschiedlicher Branchen; die Untersuchungen dauern noch an.

Die Zollbehörden auf Malta haben am Malta Freeport ihre bislang umfangreichste Beschlagnahmung bei einer einzelnen Razzia durchgeführt. In insgesamt 36 Frachtcontainern entdeckten die Beamten Hunderttausende gefälschte Kleidungs- und Elektronik-Artikel. Die zuvor größte sichergestellte Lieferung von Fälschungen umfasste lediglich 15 Container.

Die Beamten sind bei Röntgenkontrollen der Container auf die mutmaßlichen Plagiate aufmerksam geworden, die Fälscher hinter Originalartikeln versteckt hatten, so die offiziellen Angaben. Bereits in den ersten acht der 36 verdächtigen Container stellten die Zollbehörden knapp 200.000 gefälschte Produkte sicher. Darunter befanden sich über 91.000 gefälschte Handyaccessoires sowie Plagiate von mehr als 51.000 Kleidungsstücken, rund 52.000 Schuhen und 750 Videospiel-Controllern. Angaben zum Inhalt der restlichen Container stehen noch aus.

Der Malta Freeport im Südosten der Insel ist einer der größten Umschlagplätze von Seefrachtsendungen im Mittelmeerraum. Der Inselstaat setzt seit 2018 verstärkt auf Kontrollen der Sendungen mit mobilen Scannern und in eigens dafür eingerichteten Anlagen. Ziel ist es, Lieferungen effizienter zu kontrollieren und so einen schnelleren Durchfluss von Containern durch das Zollgebiet zu ermöglichen.

Malta befindet sich in der EU-Zollstatistik auf Platz drei der Länder mit der höchsten Anzahl beschlagnahmter Plagiate. Bei den sichergestellten Fälschungen handelt es sich oft um Sendungen, die für den Weitertransport in andere Länder bestimmt sind. Im aktuellen Fall stammte die Ware aus Asien und befand sich auf dem Weg in afrikanische Länder.

Quelle: Times of Malta