Auf der weltweit größten Baumaschinen-Fachmesse bauma gingen Zollfahnder erfolgreich gegen zahlreiche Fälscher vor. Zugleich setzten Zoll und DPMA auf Kommunikation, um den Handel mit Baumaschinen vor Fälschungen zu schützen.

Mit rund 20 Mitarbeitern nahm der Zoll aktuell Produktfälscher auf der Weltleitmesse für Bergbau- und Baumaschinen bauma 2019 in München ins Visier. Laut dem Hauptzollamt Rosenheim konnten die Ermittler an nur zwei Tagen im April hunderte mutmaßlich gefälschte Artikel sichern. Insgesamt forderten die Fahnder rund 36.000 Euro an Sicherheitsleistungen ein; acht Ermittlungsverfahren wegen Patentrechtsverstößen wurden eingeleitet.

Vertreter verschiedener Firmen unterstützten die Kontrollen vor Ort mit der Überprüfung verdächtiger Waren. Beschlagnahmt wurden laut Zoll vor allem gefälschte Ersatzteile für Straßenbaumaschinen – die sichergestellten Artikel kamen in erster Linie aus China, gefolgt von der Türkei und Südkorea. Zudem konnte Werbematerial für mutmaßliche Plagiate aus dem Verkehr gezogen werden, das gegen die Rechte namhafter Hersteller verstoßen haben soll. „Nur so kann verhindert werden, dass gefälschte Produkte bei diesen Austellern direkt auf der Messe bestellt werden“, erklärte Rainer Fürst vom Hauptzollamt Rosenheim.

Bei der Bekämpfung von Fälschungen auf der bauma setzte der Zoll in diesem Jahr auch auf öffentliche Aufklärungsmaßnahmen: Um Messebesucher für die potenziellen Sicherheitsrisiken gefälschter Baumaterialien zu sensibilisieren, kooperierte die Zentralstelle Gewerblicher Rechtsschutz (ZGR) des Zolls mit dem Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA). An einem gemeinsamen Messestand konnten sich Fachbesucher und Aussteller etwa zur Durchsetzung von IP-Rechten oder zum Schutz von Patenten informieren.

Quelle: zoll.de